Adventkalender 2025
In diesem Advent haben sich die Klassen 4A, 4C und 4D gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern aus dem Fach Kunst und Gestaltung – Michaela Puhr, Antoni Putz und Fabian Neuhuber – einer besonderen Aufgabe gewidmet: Sie wollten 24 Figuren der Weihnachtsgeschichte in abstrakter Form sichtbar machen.
Den Auftakt bildete eine intensive Auseinandersetzung im Religionsunterricht. Mit Methoden aus Theater und Schreibwerkstatt, unterstützt durch historische und theologische Hintergründe, näherten sich die Schülerinnen und Schüler den einzelnen Charakteren. Schritt für Schritt versuchten sie, deren Bedeutung für das Weihnachtsfest zu ergründen und die Vielfalt der Rollen lebendig werden zu lassen.
Anschließend griffen sie zu künstlerischen Mitteln: Dünner Karton wurde mit Gesso grundiert, Pigmente und Ei-Tempera verwandelten die Flächen in leuchtende, abstrakte Bildwelten. Farben und Formen begannen, eigene Geschichten zu erzählen – voller Tiefe, Symbolik und überraschender Ausdruckskraft.
Die entstandenen Werke laden die Betrachtenden ein, ihre ganz persönliche Weihnachtsgeschichte zu entdecken, weiterzuerzählen und vielleicht auch neu zu deuten.
1. Dezember
PROPHETEN DES ALTEN TESTAMENTS
Die Propheten des Alten Testaments sind wie Stimmen aus der Tiefe der Geschichte. Sie sehen mehr als das Offensichtliche – sie deuten auf eine Zukunft, die von Frieden, Gerechtigkeit und Hoffnung erfüllt ist. Ihre Worte sind keine trockenen Vorhersagen, sondern leuchtende Bilder: ein Kind, das Licht bringt, ein König, der nicht mit Macht, sondern mit Güte herrscht, ein Weg, der aus Dunkelheit ins Leben führt. In der Weihnachtsgeschichte wird sichtbar, dass diese alten Stimmen nicht verstummt sind – sie finden ihre Erfüllung im Kind von Bethlehem. Die Propheten sind wie Wegweiser: Sie halten die Sehnsucht wach und öffnen den Blick für das Wunder, das kommt.
2. Dezember
HEILIGER GEIST
Der Heilige Geist tritt in der Bibel oft als Feuer auf, das Mut und Stärke symbolisiert und als Taube, die Hoffnung und Gottes Nähe darstellt. Deshalb haben wir eine Taube, die in rotes Licht gehüllt ist, gezeichnet, da wir die Wärme, Inspiration, das leitende Licht Gottes und den Glauben ausdrücken wollten. Wir haben die Taube so gezeichnet, dass man auch so etwas wie den Heiligen Geist sehen könnte, wenn man es aus dem richtigen Blickwinkel betrachtet. (Izabella Konczova, Moritz Mayrhofer, Maximilian Kaineder, Niklas Kromer)
3. Dezember
KAISER AUGUSTUS
Die Ich bin Augustus, Herrscher der Welt. Meine Befehle bringen Ordnung und Frieden – doch nur solange ich lebe. In Bethlehem liegt ein Kind in einer Krippe. Keine Macht, keine Soldaten, nur Liebe und Hoffnung. Ich regiere mit Gesetzen und Steuern. Er wird mit Gerechtigkeit und Frieden regieren – für alle Zeit. Ich bin Kaiser. Er ist mehr: der Herr, der die Herzen regiert. (J.R.)
4. Dezember
JOHANNES DER TÄUFER
Schon vor meiner Geburt war klar: Ich bin der Wegbereiter. Als Maria mit Jesus schwanger war, spürte ich: Er ist größer als ich. In Bethlehem liegt er in der Krippe – klein und verletzlich, doch der Retter der Welt. Meine Stimme ruft: „Bereitet dem Herrn den Weg!“ Denn Weihnachten zeigt: Gott kommt zu uns, nicht als König mit Krone, sondern als Kind, das Frieden bringt. Ich bin Johannes, der Täufer. Nicht der Messias, sondern sein Ankündiger. Und mein Geschenk ist: zu zeigen, dass Weihnachten der Anfang von Gottes großem Plan der Liebe ist.
5. Dezember
WIR SELBST
Gott ist immer bei uns. Vor allem in der Weihnachtszeit sollen wir seine Anwesenheit spüren. Doch wir vergessen Ihn. Ihn und seine Botschaft, die uns helfen will zu einem guten Leben zu finden. Man kann suchen und sich verirren, doch am Ende können wir immer darauf vertrauen, dass Gott uns auf gute Wege führen will. (Valentina P. , Belinda 4D)
6. Dezember
MARIA
Wusch, die Tür flog zu und somit auch die Hoffnung auf eine Herberge. Der letzte Wirt hatte genau wie alle anderen keinen Platz mehr an diesem Abend. Maria war erschöpft, müde & hatte tatsächlich Zweifel. Doch Joseph ließ sie am Esel reiten und erzählte ihr Geschichten aus seiner Vergangenheit, damit sie nicht einschläft und vom Esel fällt. Maria war sehr glücklich darüber und dankte Joseph, dass er sich so viel Mühe gab, denn auch er war müde und erschöpft. Maria verspürte eine leichte Übelkeit und bekam ein unangenehmes Stechen im Bauch. Sie fragte Joseph, ob sie anhalten könnten, doch er hatte ein kleines Häuschen entdeckt und ermutigte Maria, noch kurz weiter zu gehen, bis sie drinnen eine Pause machen konnten. Also gingen sie weiter zur Hütte, die an einer Klippe stand und lieb lag. Sogar ein Ochs war im Stall, um zu wärmen, und kurz hatte Maria Hoffnung auf eine sorgenfreie Nacht, damit sie nicht erschöpft wäre, wenn sie morgen weiterzogen. Doch dann wurde das Stechen zunehmend immer stärker und da wusste sie: Das Baby würde jetzt kommen. (Joséphine Bonniol 4C)
7. Dezember
VOLK ISRAEL
Bäcker: Und habt ihr schon gehört, letzte Nacht soll ein Kind im Stall vom Wirten geboren worden sein. Wirt: Ja, ich habe ihnen einen Unterschlupf gegeben und wisst ihr, das kleine Kind soll anscheinend ein König sein! Schmied: Na toll, ein König, der wird sicher auch nichts zusammen bringen, so wie der jetzige. Frau des Bäckers: Ach, ich hoffe, unseer König erfährt nichts davon, immerhin, wer weiß, was ihm alles einfällt. Ich will mir das gar nicht erst ausmalen. Schmied: Gerade jetzt, wo doch alles so friedlich war. Wirt: Es kann doch auch etwas Gutes sein, immerhin bis der Kleine groß wird, vergeht ja auch noch Zeit. Frau des Bäckers: Hoffentlich passiert dem Jungen nichts. (Isabella Nagler, 4c)
8. Dezember
KÖNIG MELCHIOR
Für unser Bild von König Melchior, der dem neugeborenen Jesus Gold gebracht hat, haben wir Purpur und Gelb verwendet. König Melchior steht für Hoffnung und Licht und strahlt diese auch aus. Seine Krone haben wir gold und blau gemalt, weil diese Farben Herrschaft und Reichtum, jedoch auch Güte und Glauben darstellen. Wir haben uns gedacht, dass es etwas Besonderes ist, wenn ein König, der viel Reichtum hat und Macht, trotzdem an ein kleines Kind geglaubt hat. Wir denken, dass es in der Weihnachtszeit um Hoffnung, Glaube und Liebe geht und darum, zu teilen, mit unseren Liebsten aber auch mit allen anderen Menschen. (Izabella Konczova, Kerstin Ziegler, Magdalena Radinger, 4d)
9. Dezember
SCHAFE
Es war mitten im Winter, und ein kalter Wind zog durch die Nacht. Und trotzdem war Fredi nicht kalt. Obwohl er Fell hatte, lag es nicht daran – er spürte eine Wärme in der Luft, wie eine Kerze, die in der Luft schwebte. Fredi spürte ein Licht, ein Licht, wie es schon lange keines mehr gegeben hat. Nicht seitdem Herodes an der Macht war. (Joséphine Bonniol 4C)
10. Dezember
ESEL
In der Krippe weit, weit weg, rührt sich ein Esel nicht vom Fleck. Süß liegt in der Krippe da ein Kind, Draußen säuselt leis‘ der Wind. Die Sonne geht unter, die Sterne sie leuchten, so hell, dass die Leut‘ keine Laternen bräuchten. Des Esels Blick ist aufs Kind gerichtet, von dem Engel wurden Wunder berichtet. Doch der Esel weiß nicht, ob hier alles stimmt Und was Großes da seinen Anfang nimmt! (Katharina Parzer & Lorenz Peterseil, 4C)
11. Dezember
JOSEF
Wie konnte all das geschehen? Maria… meine Maria. Ich kenne sie. Und doch trägt sie nun dieses Kind, das nicht von mir ist. Soll ich sie verlassen? Sie bloßstellen? Nein… das kann ich nicht. Ich will sie schützen, selbst wenn ich nicht alles verstehe. Aber was, wenn der Engel recht hatte? Fürchte dich nicht, Josef… sagte er mir. Ein Kind, das von Gott selbst kommt? Ein Retter? Warum sollte Gott gerade Maria und mich wählen, uns diese Aufgabe anvertrauen? Also gut. Auf nach Bethlehem. Auf in das Ungewisse, an der Seite meiner Maria. (Mia Grieb, 4D)
12. Dezember
ENGELSCHOR
Der Engelschor in der Weihnachtsgeschichte steht symbolisch für die himmlische Bestätigung: „Das, was da in Bethlehem passiert, ist nicht nur irgendein Baby – das ist ein kosmisches Ereignis.“ Die Engel sind quasi die göttliche PR-Abteilung, die das Ganze mit Musik und Glanz präsentiert. So wird der Engelschor zum Symbol für die große göttliche Inszenierung: ein kosmisches Ereignis, das nicht im Stillen bleibt, sondern mit Pauken und Trompeten angekündigt wird. Die Umgebung ist kärglich, die Menschen sind ärmlich, das Kind ist klein, aber die Sache ist großartig! Ein Engel ist schon etwas Besonderes, aber ein ganzer Engelschor, da muss war Außergewöhnliches passiert sein. (J.R.)
13. Dezember
KÖNIG HERODES
KÖNIG HERODES Macht – sie ist mein Atem, mein Blut, mein Halt. Ich habe sie erkämpft und verteidigt – gegen Feinde, Freunde, das Volk selbst. Und doch ist sie zerbrechlich. Ein Gerücht, ein Stern, ein Kind – und mein Thron erzittert. Ein König soll unerschütterlich sein, doch ich spüre die Risse im Fundament. Die Weisen sprechen von einem neuen König – einem Kind! Wie kann ein Säugling stärker sein als ich, Herodes, Herrscher über Judäa? Und doch fürchte ich ihn. Ich sehnte mich nach Ruhm und Jubel – und ernte Misstrauen, Spott, Kälte. Ich wollte Größe – und finde Angst. Ehre – und stoße auf Verachtung. Vielleicht ist dies mein größter Schmerz: nicht der Verlust der Macht, sondern der Liebe meines Volkes. So stehe ich hier, gefangen zwischen Krone und Krippe, zwischen eiserner Faust und sehnsüchtigem Herzen. Ich bin Herodes – König, Tyrann, Gefangener meiner Angst. Während die Welt von Frieden singt, bleibt mir nur die Leere meiner Seele. (J.R.)
14. Dezember
ERZENGEL GABRIEL
Gabriel packte rasch seine Sachen in seine kleine Reisetasche, er war spät dran, um die wahrscheinlich wichtigste Botschaft in seiner gesamten Botenkarriere zu überbringen. Hastig warf er sich den Henkel seiner Tasche über die Schulter, nun musste er den langen Reise zur Erde antreten. Während des Flugs überdachte er noch einmal, wie er es machen musste, damit Maria keine Angst hat. 1. Sanft und ruhig sprechen, 2. nicht stottern, 3. viele Pausen einlegen und 4. immer ein Lächeln auf den Lippen. Obwohl er schon um sieben Uhr morgens losflog, kam er erst spät nachts an. Er schwebte durch die Straßen Nazareths, die Müdigkeit stand ihm förmlich ins Gesicht geschrieben, doch als er Maria durch ein kleines Fenster sah, riss er seine Augen weit auf, leise flog er hindurch zu Maria und begrüßte die junge Frau sachte: ,,Maria, du wirst schon bald den Messias gebären, den Sohn Gottes, fürchte dich nicht, es wird alles gut!” Mit diesen Worten verließ Gabriel das Haus wieder und hoffte nur, dass Maria sich nicht allzu sehr erschrak, allerdings hatte der Engel keine Zeit, darüber nachzudenken, er musste weiterziehen, um den Hirten die Nachricht zu überbringen. (Rosa Schönangerer, 4C)
15. Dezember
HIRTEN
In einer dunklen Nacht saßen die Hirten am Lagerfeuer, eingehüllt in Decken, während ihre Schafe auf der Weide grasten. Plötzlich erstrahlte ein helles Licht am Himmel und ein Engel erschien. Die Hirten erschraken, als sich hinter dem Licht eine Engelschar näherte. Sie liefen zu ihren Schafen, bereit, sie zu verteidigen, doch der Engel sprach: „Fürchtet euch nicht, ich verkünde euch eine große Freude. Heute ist der Retter, der Messias, in der Stadt Davids geboren.“ Verwirrt fragte ein Hirte: „Warum erfahren wir diese Botschaft, wir einfachen Hirten?“ Die Engel antworteten im Chor: „Nicht die Reichen und Mächtigen, sondern ihr sollt es wissen. Folgt dem hellen Stern und lasst keines eurer Schafe zurück!“ Dann verschwanden die Engel genauso schnell, wie sie gekommen waren. Die Hirten nahmen ihre Schafe und folgten dem Stern, der sie zu einem kleinen Stall führte. (Isabella Nagler, 4C)
16. Dezember
KÖNIG BALTHASAR
KÖNIG BALTHASAR Ein heller Stern erstrahlte über Bethlehem, und drei Sterndeuter, darunter Balthasar, machten sich mit ihren Kamelen auf den Weg, um ihn zu folgen. Nach einer langen Reise erreichten sie einen Stall, in dem das Kind in einer Futterkrippe lag. Um das Kind standen Hirten, ein Mann, eine Frau und einige Tiere. Balthasar vermutete, dass die Frau die Mutter war. Sie begrüßte die Sterndeuter und sagte: „Das ist mein Sohn Jesus.“ Balthasar trat näher und legte ein Gefäß mit Myrre neben das Kind, um die Menschlichkeit Jesu zu symbolisieren. (Isabella Nagler, 4C)
17. Dezember
DAS KAMEL
Also ehrlich… zuerst stapfe ich missmutig los, nur weil meine drei Herren einem Stern hinterherlaufen. Sterne! Als ob die je Wasser oder Heu zeigen würden. Dann dieser Herodes – brr, der Blick hätte mir fast das Fell gekräuselt. Zum Glück ging’s weiter nach Betlehem. Und was finde ich dort? Einen Stall, klein und schief, aber mit einem Baby, das mich ansieht, als wäre ich mehr als nur ein müdes Lasttier. Plötzlich war ich gerührt – ich, das Grummel-Kamel! Und als meine Herren beschlossen, dem König nicht zu gehorchen und einen anderen Weg heimzunehmen, da reckte ich stolz meinen Hals. Denn ich war dabei, Zeuge eines Wunders… und ehrlich gesagt: so eine Reise erzählt sich besser als jede Wüste. (J.R.)
18. Dezember
DER OCHS
Viele Jahre nach jener berühmten Nacht traf ich den Esel und die beiden Kamele wieder. Wir waren alle etwas grauer geworden – beim Esel wusste man allerdings nie, ob es das Alter war oder einfach nur Staub. „Weißt du noch, wie eng es damals im Stall war?“, fragte der Esel. Ich brummte: „Eng? Du hast mir die ganze Nacht auf den Huf getreten.“ Er grinste nur. „Ich nenne das strategische Wärmespende.“ Die Kamele schnaubten empört. „Ihr hattet es ja gemütlich! Wir mussten mit drei Königen reisen, mit wahrlich königlichem Gepäck, neben Gold, Weihrauch, Myrrhe – und keiner wusste, wo es hingehen sollte.“ Wir lachten, bis uns die Rippen wackelten. Und doch, mitten im Gelächter, wurde es plötzlich still. Denn wir wussten alle: Trotz kalter Nächte, schiefer Krippen und verwirrten Hirten, war es die eine Nacht, die uns für immer verbindet. „Meint ihr“, fragte das jüngste Kamel, dass er sich noch an uns erinnert?“ Ich schnaubte. „Wenn er sich an irgendwas erinnert, dann daran, wie du damals fast die Krippe umgerempelt hast.“ Wir gingen auseinander mit frohem Herzen und der Gewissheit, dass manche Geschichten, selbst nach vielen Jahrhunderten, noch ein berührendes Gefühl der Freude hervorrufen. (J.R.)
19. Dezember
WEIHNACHTSKRIPPE
„Ach du meine Güte – ich bin doch nur ein paar Bretter, ein bisschen Stroh, ein armseliges Gestell, das sonst höchstens einen Sack Futter trägt. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ich einmal im Mittelpunkt stehen würde? Alle schauen her, als wäre ich ein Palast! Dabei knarrt mein Holz, und die Nägel sitzen schief. Ich bin klein, unscheinbar, und ehrlich gesagt: nicht gerade königlich. Und doch – heute ruht in mir ein König, größer als alle Herrscher der Welt. Ich muss schmunzeln: Die Engel singen, die Hirten staunen, die Sterne funkeln – und ich? Ich halte einfach still und tue meine Arbeit. Vielleicht ist das ja meine eigentliche Würde: gerade weil ich so unscheinbar bin, darf ich das Größte tragen. Manchmal denke ich: Wenn ich reden könnte, würde ich stolz rufen: ‚Seht her, ich bin nur eine Krippe – und doch bin ich heute der Thron des Himmels!‘ Und eines habe ich jetzt verstanden: Selbst das Kleinste, das Unscheinbarste kann plötzlich eine ganz wichtige Aufgabe bekommen. Wer hätte gedacht, dass ein paar Bretter einmal Geschichte schreiben?“ (J.R.)
20. Dezember
KÖNIG CASPER
Dieses abstrakte Gemälde, widmet sich der Figur des Caspar – einem der drei Weisen aus dem Morgenland, die dem Stern folgten, um dem neugeborenen Jesuskind zu huldigen. Statt realistischer Darstellung wählt das Werk eine expressive, gestische Sprache: dicke, grauweiße Pinselstriche wirbeln über einen leuchtend gelben Hintergrund. Die Komposition wirkt chaotisch und zugleich zielgerichtet – wie eine Reise durch das Ungewisse, geleitet von einem inneren Licht. Caspar bringt traditionell Myrrhe – ein bitteres Harz, das auf Tod und Opfer hinweist. Vielleicht spiegeln die dunkleren, schwereren Pinselzüge diese Ahnung von Tiefe und Ernst. Doch das Gelb bleibt dominant: Hoffnung überstrahlt alles. Dieses Bild lädt nicht zum bloßen Betrachten ein – es fordert zur inneren Reise auf. Wer war Caspar? Vielleicht nicht nur ein König, sondern ein Suchender. Und dieses Gemälde ist sein Weg – wild, leuchtend, voller Fragen. (mit Copilot erstellt)
21. Dezember
DER WIRT
Ich hätte Maria und Josef fortgeschickt wie all die anderen. Ich war müde, blind vor Routine, gefangen in meinem eigenen „Kein Platz mehr“. Aber meine Frau — sie hat hingesehen. Sie hat die Not erkannt, die Hoffnung, das Zittern in Marias Atem. Und sie hat widersprochen. Leise, aber unerschütterlich. „Wir helfen“, sagte sie. „Heute verschließen wir unser Herz nicht.“ In diesem Moment hat sie mich an etwas erinnert, das ich verloren glaubte: an meine Fähigkeit, Menschlichkeit über Geschäftigkeit zu stellen. Sie hat mir gezeigt, wer ich einmal war — und wer ich wieder sein kann. Ich sage es offen: Ohne sie hätte ich die beiden fortgeschickt. Ohne sie wäre der Stall leer geblieben. Ohne sie wäre ich ein Wirt geblieben, der nur Betten zählt, aber keine Menschen. Ohne sie wäre der Stall leer geblieben. Mit ihr wurde er ein Ort der Liebe. (J.R. + Copilot)
22. Dezember
STERN
"Schaffen Sie sich für ihr Leben einen Fixstern. Leute, die keine hohen gestellten Ziele haben, machen aus Mücken Elefanten." (Vera Birkenbihl) Der Stern über Bethlehem war mehr als Licht am Himmel. Er war ein Ziel, ein Ruf, ein leiser Hinweis darauf, dass etwas größer sein darf als die eigenen Sorgen. Vera Birkenbihl spricht von einem Fixstern im Leben — einem Ziel, das uns ausrichtet, damit die kleinen Schatten nicht zu großen Ängsten wachsen. Wer keinen Stern hat, stolpert über Mücken und hält sie für Elefanten. Die Weisen aber folgten einem einzigen Lichtpunkt durch Dunkelheit, Wüste und Zweifel. Nicht weil der Weg leicht war, sondern weil der Stern ihnen sagte: Es gibt etwas Größeres als deine Furcht. Vielleicht ist das die stille Botschaft der Weihnachtsnacht: Finde deinen Stern. Halte ihn im Blick. Dann schrumpfen die Mücken wieder zu dem, was sie sind — und das Wesentliche leuchtet klarer als zuvor. (J.R. & Vera Birkenbihl & Copilot)
23. Dezember
ELISABETH (Akrostichon)
E lisabeth freut sich, als Maria zu ihr kommt. L iebe spürt sie sofort in ihrem Herzen. I m Bauch hüpft ihr Kind vor Freude. S ie sagt Maria: „Du bist nicht verrückt. Du bist gesegnet!“ A lles an ihr zeigt Vertrauen zu Gott. B ei ihr fühlt sich Maria sicher, bekommt Mut und Kraft E in Wunder ist Freundschaft, die Zuspruch und Halt gibt. T reu glaubt sie an Gottes gute Wege. H ilft, das Licht zu erkennen, das mit Jesus geboren wird. (J.R.)
24. Dezember
JESUS
Gott kommt nicht als Donner nicht als Herrscher nicht als Superheld sondern als Kind so klein dass niemand Angst haben muss so einfach dass niemand sagen kann: Das ist nicht für mich so menschlich dass wir verstehen können was Liebe meint Vielleicht will Gott sich so klein machen um uns in die Augen schauen und sagen zu können: Ich bin bei dir. (J.R.)
